Nachtskifahren und Nachtrodeln bei Flutlicht.
Wenn
es dämmert in Obereggen bedeutet das noch lange nicht, müde
die Bretter abzuschnallen. Der Faszination Skifahren kann
man in Obereggen auch nachts frönen. So bietet das Skigebiet
jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag abends von 19 bis
22 Uhr die Möglichkeit, bei Flutlicht zu rodeln und Skizufahren.
Ein prickelnder Spaß auf der Oberholzpiste, Sport mit ausgelassenem
Partyvergnügen zu kombinieren, und das alles im Wochen-
oder Saisonskipass inbegriffen!
Schnee der Marke Obereggen
Wenn
es um die Erzeugung von Kompaktschnee geht, ist die Natur
das beste Vorbild. Chemisch betrachtet besteht maschinell
erzeugter Schnee nämlich aus denselben Komponenten wie Naturschnee,
also aus Wasser (H2O) in gefrorenem Zustand. Beimengungen
oder Hilfsmittel wie Kühlsysteme mit Ammoniak beziehungsweise
anderen Kühlmitteln finden in Obereggen bei der Erzeugung
von Kompaktschnee keine Anwendung. Das Geheimnis liegt vielmehr
im richtigen Verhältnis von Wassermenge, Wassertemperatur
zur Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit.
Was aber sind die Voraussetzungen? In der Natur sammelt
sich in den Wolken kondensiertes Wasser um kleinste Staubkörnchen.
Bei Temperaturen von –30 bis –50 Grad entstehen dabei kleine
Eiskristalle, die sich bei ihrem mehrminütigen Flug zur
Erde in Schneekristalle und bei mehrfacher Verkettung in
Schneeflocken verwandeln. Kompaktschnee hingegen weist keine
typischen Schneekristalle auf, dafür einen viel niedrigeren
Luftanteil, und ähnelt in seiner Struktur eher körnigem
Altschnee, daher der Name Kompaktschnee: Seiner Dichte von
360-450 kg/m3 steht jene von 30-100 kg/m3 bei Naturschnee
gegenüber.
Bei der Herstellung von Kompaktschnee sind Minusgrade von
Nöten, um Eiskerne bilden zu können. Dabei wird Wasser in
eigens konstruierten Düsen, so genannten Nukleatoren, mit
Druckluft vermischt, welche dann bei Austritt aus der Schneekanone
blitzartig expandieren. Diese Expansion bewirkt eine Abkühlung
bei der mikroskopisch kleine Eiskristalle, so genannte Keimkristalle,
entstehen. Damit diese Keimkristalle nach ihrem Austritt
“wachsen” können, sorgt ein Ventilator für eine verlängerte
Flugzeit und zusätzlich zerstäubtes Wasser für ein Anfrieren
und somit Vergrößern der Kristalle.
Damit
die Wassertröpfchen an den Keimkristallen anfrieren können,
wird der physikalische Prozess der Wasserverdunstung genutzt,
der bei jeder Außentemperatur, also auch unter dem Gefrierpunkt,
stattfindet. Verdunstet Wasser, so geht es vom flüssigen
in den gasförmigen Zustand über. Dazu ist Energie nötig.
Da keine zusätzliche Wärme zugeführt wird, muss die erforderliche
Verdunstungsenergie aus dem Wärmevorrat dem sie umgebenden
Luft- Wassergemisch genommen werden. Dies bewirkt, dass
das nicht verdunstete Wasser abkühlt und nunmehr die geeignete
Temperatur hat, um an den Eiskristallen anfrieren zu können.
Das Wissen um die äußeren Bedingungen und deren geschickte
Nutzung trägt also wesentlich zum Erfolg der Schneeproduktion
bei.
Ebenso sinnvoll ist eine kompakte und somit schützende Schneedecke
für die Grasnarbe: Beschneite Geländekuppen werden wesentlich
besser vor Skikanten und Pistengeräten geschützt als dies
bei einer dünnen natürlichen Schneedecke der Fall ist. Der
„Kanalisierungseffekt“ auf der Piste führt zudem dazu, dass
die Neigung seitlich der Skipiste zu fahren abnimmt und
somit der Jungwald keinen Schaden erleidet. Mehr Schnee
bedeutet zudem mehr Feuchtigkeit in tieferen Erdschichten,
weswegen die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat, dass
die Bauern von Obereggen den landwirtschaftlichen Ertrag
auf den für den Wintersport genutzten Flächen steigern konnten.
In Obereggen wurden 1982 die ersten Schneeerzeuger gekauft,
heute sind bereits 93 Schneekanonen im Ski Center Latemar
im Einsatz. Damit können 97% der Pistenfläche beschneit
werden. Ein Leitungssystem von 36,8 km Länge, das von 1.550
bis 2.200 Metern reicht und aus Wasserreserven von 48.000
m3 gespeist wird, perfektioniert das System - damit sich
die Wintersportler in Obereggen tagtäglich über griffige
Pisten und eine dicke Schneedecke freuen können.
| Die Skipisten (Schwierigkeit) |
Kilometer |
% |
Nr. Pisten |
Blau
(leicht) |
9,22 |
21,6 |
10 |
Rot
(mittelschwer) |
27,48 |
64,4 |
18 |
Schwarz
(schwer) |
5,97 |
14 |
7 |
| Aufstiegsanlagen: |
Gesamt: |
Kabinenbahnen:
|
Sessellifte: |
Skilifte: |
| |
18 |
2 |
14 |
2 |
|
Gesamte Förderleistung Skigebiet:
|
Beschneiung: |
Gesamt-fläche:
|
| 35.640 Personen/Stunde |
115 Schneekanonen |
100% |
Beleuchtete
Piste: |
Aufstiegs-anlag: |
Pista nr./Länge
|
Öffnungstage: |
Uhrzeiten: |
| Obereggen |
Kabinenbahn Ochsenweide |
2a / 1,5 km |
Dienstag, Donnerstag, Freitag |
19.00-22.00 |
| Laner-Obereggen |
Kabinenbahn Ochsenweide |
(Rodelbahn)
11 / 2,5 km |
Dienstag, Donnerstag, Freitag |
19.00-22.00 |
Besondere
Pisten: |
Name: |
Nummer: |
Länge: |
% |
| Die Längste |
Tresca |
30 |
3,1 km |
|
| Die Steilste |
Pala di Santa |
20 |
2,3 km |
58% |
|